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Efteling, nördlich der niederländischen Stadt
Tilburg, ist einer der ältesten und beliebtesten
Freizeitparks in Europa, dessen Vita eine lebhafte Entwicklung
widerspiegelt: Das fast 400 Hektar große Waldgelände
wurde schon zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges als Spielfläche
für die Dorfjugend genutzt und mit der offiziellen Eröffnung
eines Spielplatzes im Jahre 1951 sogar über die Landesgrenzen
hinaus bekannt: Efteling war geboren und mit ihm auch die Idee,
inmitten des wunderschönen Naturgeländes einen Märchenwald
zu errichten.
Der Künstler Anton Pieck wurde mit der
unverwechselbaren Gestaltung der einzelnen Szenen beauftragt, die
noch heute die jüngeren wie auch älteren Besucher in
ihren Bann ziehen. Ähnlich wie das Phantasialand
entwickelte sich der heutige Themenpark aus jenem Märchenwald,
der selbst im neuen Jahrtausend uneingeschränkt attraktiv
erscheint und einen nicht wegzudenkenden Bestandteil des Areals
darstellt. Heute ist Efteling das beliebteste Ausflugsziel
der Niederlande. Um das zu erreichen folgten die Verantwortlichen
Anfang der 80er Jahre dem aufkommenden Trend der Freizeitparks:
Wilde Fahrten wurden errichtet, um auch das jugendliche Publikum
auf das mittlerweile gut 70 Hektar große Parkgelände zu
locken.
Es wurden aber auch wundervolle Themenfahrten eröffnet, die
vor allem den zauberhaften Märchencharakter weiterführen:
Einheitsware bietet man in Kaatsheuvel, gut zehn Kilometer
entfernt der niederländischen Stadt Tilburg gelegen,
zweifelsohne nicht. Eftelings Attraktionen waren und sind
immer etwas Einzigartiges und bei den unzähligen Fahrgeschäften
ist eine Vorreiterrolle gegenüber anderen Themenparks nicht
zu übersehen. Der einheitliche Stil des Parks wurde gerade
durch die Arbeiten des Designers Anton Pieck gewährleistet,
welche von den beiden Masterminds Alex Lemmens und Ton
van de Ven weitergeführt werden. Doch genug der Vorrede,
die Märchenwelt von Efteling wartet auf einen
virtuellen Rundgang! |
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Eingangsbereich des Efteling-Theaters |
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Erreicht man den Parkplatz, fällt als erstes der
Eingangsbereich ins Auge. Dieser wurde während der Saison
1995 eröffnet, im Zuge einer Verlegung von der Nordseite des
Parks an den Westrand. Das Dach mit seinen auffällig großen
Spitzen ist ganz mit Reet gedeckt und stützt sich auf eine
lockere Holzkonstruktion. Schon beim ersten Anblick wird klar,
dass einen auf der anderen Seite eine andere Welt erwartet, ein
Tag voller besonderer Erlebnisse. Auf den zweiten Blick wird man
sich dann dessen bewusst, dass außer dem Eingang nichts auf
einen Freizeitpark hindeutet.
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Efteling-Theater von der Seeseite aus |
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Wenn nicht gerade die Aussichtsgondel über den Bäumen
schwebt, scheint ganz Efteling nur aus Wald zu bestehen.
Im Verlaufe des Tages wird sich das als großes Plus des
Parks herausstellen: Zwischen den Attraktionen gibt es viel Platz,
überall finden sich natürlicher Schatten und ruhige
Bereiche zur Entspannung. Und alleine die Blumen- und
Gartenanlagen sind einen Besuch wert.
Auf dem großen Platz hinter dem Eingang steht zur Linken
ein vielfach überdimensionierter Sessel, der sofort von
Kindern erklettert wird. Zur Rechten erhebt sich das mächtige
Efteling-Theater (Panoramaansicht
durch Linksklick). Das 1.200 Personen fassende Schmuckstück,
welches in zwei Bauabschnitten erbaut wurde, verfügt über
zwei Ebenen. Zur Saison 2002 wurde das Hauptgebäude
errichtet, so dass das Theater schon genutzt werden konnte. In der
Winterpause wurde dann der Eingangsbereich mit separatem
Restaurant, Garderobe und Empfangshalle fertiggestellt. Betritt
man das eigentliche Theater wird schnell deutlich, dass man sich
hier nicht in einem normalen Freizeitparkauditorium befindet.
Niveau, Gestaltung und Größe können mit Häusern
professioneller Musicalproduktionen mithalten, und in der Saison
2003 wurde hier auch ein Märchenmusical mit Zaubereinlagen präsentiert.
Aufgrund der Sprachbarriere ist es leider nur bedingt zu
empfehlen, wobei die Show doch aufgrund ihres Niveaus überzeugen
kann. Der eigentliche Park ist in seiner Winterpause, jedoch wird
das Theater für das Musical "Dornröschen"
genutzt. |
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Überschreitet man die Gleise der Parkeisenbahn, betritt man
schließlich das eigentliche, weitläufige Parkgelände.
Ein breiter Hauptweg mit Springbrunnen führt zum Panda
Droom, einem 4D-Kino. Die neueste Attraktion Eftelings
wurde zusammen mit dem WWF verwirklicht.
Wie von dem Märchenpark nicht anders bekannt, wurde auch
dieses Showerlebnis perfekt in die Parkanlage integriert und
stimmig thematisiert. Eine Attraktion, in der Edutainment groß
geschrieben wird, wurde hier verwirklicht: In der Wundergrotte,
dem Preshow-Raum, wird dem Besucher die faszinierende Tierwelt
aufgezeigt. Schnell wird jedoch deutlich, dass es sich hierbei nur
um einen Traum, dem Panda Traum, handelt.
Es folgt das dreidimensionale Filmerlebnis, bei dem der Besucher
in die Lebensräume der Eisbären, der Wasserschildkröten
und der Orang Utans eingeführt wird. Die Bilder sprechen
dabei eine deutliche Sprache: Die bittere Realität der
Auswirkungen der Abholzung des Regenwaldes oder der Überfischung
mit Treibnetzen wird dramatisch in Szene gesetzt. Der Film ist mit
diversen Effekten im Zuschauerraum angereichert, die dezent
eingesetzt werden. Nach dem rund 10-minütigen
Leinwandspektakel gelangt der Besucher in eine kleine Indoorwelt,
die mit interaktiven Spielen, passend gestalteten Kletterwelten
sowie einem Shop und einem Restaurant aufwartet.
Folgt man weiter dem Hauptweg, erreicht man Eftelings
zentralen Platz, von dem aus die vier "Reiche" erkundet
werden können. Diese Unterteilung folgt nicht bestimmten
Thematisierungen, sondern ersetzt die bis 1995 verwendete
Gliederung in Nord-, Süd-, Ost- und Westpark durch
Phantasienamen. |
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